Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

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Arbeitsunfähigkeit, Erkrankung

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Ein Arbeitnehmer ist als arbeitsunfähig einzustufen, wenn er auf Grund einer vorliegenden Erkrankung seine aktuell ausgeübte Tätigkeit nicht mehr ausführen kann oder diese sein Krankheitsbild verschlimmern würde. Er ist auch arbeitsunfähig wenn sein akuter Gesundheitszustand noch keine Arbeitsunfähigkeit bedingt, aber die ausgeübte Tätigkeit eine unmittelbare Arbeitsunfähigkeit hervorruft.

Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen. Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als in der Bescheinigung angegeben, ist der Arbeitnehmer verpflichtet, eine neue ärztliche Bescheinigung vorzulegen. Ist der Arbeitnehmer Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse, ist der Krankenkasse unverzüglich eine Bescheinigung über die Arbeitsunfähigkeit mit Angaben über den Befund und die voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit zu übersenden.

Ist der Arbeitnehmer unverschuldet erkrankt, so hat er Anspruch auf Fortzahlung seines Entgeltes. Es gilt hierbei folgende Rahmenbedingung: Entgeltfortzahlung max. 6 Wochen!

Aber:
Sollte der Arbeitnehmer erneut unverschuldet wegen derselben Krankheit arbeitsunfähig sein, so steht ihm dennoch eine weiter Entgeltfortzahlung von maximal 6 Wochen zu wenn er vor der erneuten Arbeitsunfähigkeit min. 6 Monate nicht infolge der gleichen Krankheit arbeitsunfähig war, oder seit Beginn der ersten Arbeitsunfähigkeit infolge derselben Krankheit eine Frist von 12 Monaten abgelaufen ist.

Einen Anspruch hat der Arbeitnehmer erst nach min. vierwöchiger ununterbrochener Dauer des Arbeitsverhältnisses.

Rechtsgrundlagen:
§ 3 (1) EntgFG, § 3 (3) EntgFG, § 22 TV-L

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